Alle Beiträge von Janina

Shopping-Ausreise aus Deutschland

(Reinfeld – Sievershagen bei Rostock – Greifswald – Wolin(PL) )

Wir sind nach fast fünf Tagen Packen, Waschen, Packen und nochmals Waschen doch eeendlich Samstag Mittag in Hannover losgefahren. Mit zwei (sehr) kleinen Kindern ist das einfach alles nochmal ne Nummer aufwendiger. Fritz bietet schon wahnsinnig viel Platz, aber eben nur fast unendlich viel. Und ja, es müssen eben die Geburtstagskerzen für den dritten Geburtstag von Mieki Ende Juli ebenso mit wie Wechselklamotten in den Größen 74 und 80 für Kjell, der da sicher bald hineinwächst, extra Eimer zum Wäsche waschen, ein Longboard für Sebastian und, und, und… den Outdoorlaufstall. (Aktueller Nutzungszähler: 0).

Unseren ersten Übernachtungsplatz fanden wir kurz vor Lübeck in der kleinen Stadt Reinfeld. Der Stellplatz auf einem gemischten Parkplatz ist sehr zu empfehlen. Nicht weil er kostenlos ist, sondern weil er direkt an die sehr schön gelegenen Herrenteiche und die Innenstadt angrenzt. Diese verfügen über eine hübsche Badestelle mit Spielplatz, Volleyballfeld, Imbiss und DLRG-Überwachung.

Mit unserem zweiten Platz bei Rostock hatten wir ebenfalls Glück. Dieser befand sich auf einem ruhigen alten Hof auf einer schönen Wiese und verfügte über ein gepflegtes Dusch- und WC-Häuschen. Ok, durch gesperrte Straßen musste ich bei der Anfahrt dreimal(!) unverhofft wenden, aber die Straße soll laut Besitzer bald wieder offen sein.

Rostock selbst haben wir nicht besucht, wir sind stattdessen im Konsumtempel des Ostsee-Parks versunken (Alles, was das Herz begehrt und noch viel, viel mehr. Uff.). Später sind wir nach Greifswald auf den Stellplatz der Familie Wöllner gefahren, die dort praktischerweise auch einen Caravan-Service führen. Auch hier wurden wir freundlich empfangen. Greifswald haben wir mit dem Fahrrad erkundet, was sich sehr lohnt: eine schnuckelige, kleine, grüne Stadt mit überdurchschnittlich viel Polizeipräsenz. Mit und ohne Kinder kann man gut und günstig im Humboldts frühstücken.

Usedom haben wir uns heute (Dienstag) ebenfalls aus dem Womo heraus angesehen und festgestellt, dass dies wohl eine wahnsinnige Camping-Insel sein muss. Überall Stell- und Camping-Plätze, Camping-Bedarfs-Läden und teure Preise. Wir sind nur zum Reifenwechsel dort geblieben und anschließend nach Wolin in Polen gefahren. Bischen faulenzen ;-p

Reinfeld Herrenteiche
Reinfeld Herrenteiche
Reinfeld Weg um den See
Reinfeld Weg um den See
Reinfeld Badestelle
Reinfeld Badestelle
Sievershagen
Sievershagen
Matschi matschi :-)
Matschi matschi 🙂
Wolin
Wolin

 

Wenn einer eine Reise tut. Mit Kindern.

Wir wagen es wieder und wiederholen das Abenteuer Eltern(-Reise-)zeit mit unserem Sohn Kjell, der im Oktober 2015 zur Welt kam. Wir, das sind immer noch Papa Sebastian (*1982), Mama Janina (*1986) und Tochter Marieke aka Mieki (*2013). Wer nachlesen möchte, was wir in unserer ersten Elternzeit getan haben, kann dies gern hier in unserem Blog tun.

Nun sind wir zum zweiten Mal mit unserem Womo “Fritz” unterwegs. Der gute Fritz ist immer noch der Alte. Was sich seit 2014 im Womo an Technik und Umbauten getan hat, wird Sebastian hier an anderer Stelle in einem eigenen Technik-Post beschreiben.

Was haben wir denn diesmal vor?

Grob gesagt haben wir uns vorgenommen in gut vier Monaten über Polen, Litauen, Lettland und Estland, St. Petersburg und Finnland hoch zum Nordkap in Norwegen zu fahren, um dann über Nord-Norwegen –insbesondere auch die Lofoten – rüber nach Mittel- und Südschweden und Dänemark zurückzukehren.

Was haben wir bisher geschafft?

In seeeehr gemütlichen gut 10 Tagen sind wir über die Ostseeküste aus Deutschland rausgefahren und durch Polen durchgefahren. Wir haben unheimlich viele Dinge noch eingekauft, die wir meinen auf unsrer Reise zu brauchen: u. a. einen Ball, ein Puzzle, einen Buggy für Kjell, 1 Tonne Babygläschen, einen Sonnenschirm (unseren daheim vergessen 🙁 ), einen kleinen Stuhl für Mieki für Draußen, diverse Schrauben, Muttern, Schnüre und weiteres Befestigungsmaterial für Fritz, neue Vorderreifen und noch einige andere Dinge. In jedem Geschäft stehen Sebastian dicke Schweißperlen auf der Stirn: “Waaah! Wo soll ich denn das nun noch in unsrem inzwischen wohl hoffnungslos überbeladenes Wohnmobil unterbringen?!”). Ich zucke ein dabei ein wenig unbeteiligt mit den Schultern und sage: “Hilft nix. Der Buggy muss mit. Und die Schuhe auch. Ja, ich brauche Schuhe. Und nicht nur ein Paar ausgelatschter alter Sneakers ;-)”)

Mautstraßen – ja oder nein?

Bei der Recherche sind wir über das Thema Mautstraßen, wie Autobahn, Autostrada oder Ähnliches, nutzen gestoßen. Es gibt da immer zwei Ansichten: die einen sind bei einer Wohnmobilreise strikt dagegen, die anderen sehen es als absolut legitimes Mittel, um voranzukommen.

Was spricht den für das Tingeln über die Dörfer?

  • Es gibt schöne Aussichten,
  • Man kann hier und da gut stehen bleiben,
  • es ist günstiger,
  • man entdeckt einfach mehr,
  • man ist oft nicht viel langsamer, als auf der Autobahn (wir reden ja von Wohnmobilen ;))

Was kann den da die Autobahn gegen halten?

Eigentlich nichts, ausser, wenn man das Schlafcharakteristikum unserer kleinen Dame kennt: im Auto schlafen klappt super. In den ersten dreissig Minuten auch überall. Danach macht sie aber jede Ampel wach. Und das führt dazu, dass man den Zielort im Zweifel nicht erreicht.

Deshalb: wenn wir voran kommen wollen: Autobahnen nutzen. Und in den ersten Tagen bis an die Grenze Frankreichs sind bisher die folgenden Kosten angefallen.

Für den Transit nach Italien nötig gewesen:

~10 EUR Österreich für 10 Tage

~33 EUR für das ganze Jahr Schweiz

Und dann in Italien selber:

~ 23 EUR Italien

Auf in die Schweiz

Hier folgt Part II unseres chronologischen Reiseberichts, der an den ersten Teil Ausreise anschließt:

Eigentlich wollten wir ja direkt weiter nach Italien. Aber da das Über-die-Berge-Fahren ganz schön anstrengend sein kann, machten wir noch einen kleinen Zwischenstopp im italienischen Teil der Schweiz. Wir fühlten uns dort auch schon fast wie in Italien.

Tag 6: Lindau -> Monteceneri

Aber erstmal der Reihe nach: Unseren letzten Stellplatz in Deutschland fanden wir am Donnerstagabend zunächst in Lindau am Bodensee vor dem Park-Camping Lindau am See. Ja, ihr habt richtig gelesen ­– wir parkten einfach vor dem Campingplatz, drinnen war eh alles voll und es ist gar nicht so unüblich, dass sich Stellplätze für Womos vor den Campingplätzen befinden.

Das ganze kostete uns einen 10er, war direkt neben einer Bahnstrecke und wir standen quasi frei. Den See sahen wir abends beim Spaziergang und naaa jaaa, seien wir ehrlich: Für eine Nacht war das so ganz okay, Essen dort war auch in Ordnung, freundliches Personal gab es und schöne heiße Duschen, aber Campingplätze sollte es noch schönere geben auf unserer Reise 😉

Wir sind denn auch zeitig am Vormittag weiter gefahren und haben Deutschland über ein kurzes Stück österreichische Autobahn in die Schweiz hin verlassen. Für eine günstige Mautgebühr von einmal 10 Euronen (Österreich) und 33 Euronen (Schweiz) kamen wir am späten Nachmittag in Monteceneri im italienischen Teil der Schweiz an.

Unterwegs haben wir in Chur Halt gemacht und Sebastian kaufte sich ein neues Handy ­– ein Traum in neongelb ­­– wieso, weshalb, warum, dazu gibt es näheres in einem Extra-Beitrag.

In Monteceneri fanden wir einen einfachen Womo-Stellplatz in der Nähe der Straße, von dem aus wir einen wunderschönen Blick auf die Berge hatten. Das Wetter in der Abendsonne war traumhaft ­– Marieke spielte mit Stöckchen und Steinen im Gras und präsentierte Stolz jeden neuen Fund mit einem breiten Lächeln über das ganze Gesicht.

mieki_wiese1

Ausreise

Nun ist es endlich los gegangen! Wir sind wohlbehalten bei Freunden in München angekommen und haben unsere ersten Erfahrungen einer größeren An-/Ausreise hinter uns. Für die Besorgten unter euch: Es ist alles gut und klappt auch super!

Unsere Ausreise führte uns von Hannover über Kassel, Würzburg sowie Ingolstadt nach München. Eine etwas merkwürdige Route, aber sie hat einen guten Grund: Wir wollten ein paar Freunde auf dem Weg besuchen und auch noch eine Kleinigkeit „geschäftlich“ klären. Dazu gibt’s demnächst aber einen separaten Post 😉

Tag 1: Hannover -> Kassel

Aus Hannover am Sonntag wegzukommen war gar nicht so einfach. Stau, Stau und nochmal Stau war erstmal angesagt. Schön, dass uns Mariekes Patentante Mareike bis Kassel begleitetete und die Stimmung erhellte. Danke, Mareike! Der Stellplatz der Stadt Kassel dann war teuer, aber schön gelegen. Der Buga-Park ist sehenswert. (Buga Buga ;-b Bundesgartenschau, wie uns erklärt wurde). Viele Grüße an dieser Stelle an Armin und Mary, die uns Montag zum Frühstück am Womo besuchten und über spannende Con Vorbereitungen berichteten.

DSC_0669

 

Tag 2: Kassel -> Würzburg

Nach Würzburg ging es reletiv problemfrei ­– wenig Baustellen, mäßig Verkehr und kein Stau. Hier haben wir den guten Konrad von der Uni abgeholt und eine spontane Grillsitzung mit leckerem Silvaner (hatte ein Frankenprädikat, Name vergessen. Juliusspital Silvaner 2012 oder so) genossen.

DSC_0753

Unseren Stellplatz fanden wir beim Camping Platz zur kalten Quelle. Empfehlenswert, direkt am Main, aber nicht stadtnah. Mit dem Fahrrad zum Supermarkt waren es knapp 4km. Die weniger festen Schläfer könnte die nahe Güterverkehrstrecke stören, wir kamen aber zurecht.

Mit Mieki liefs übrigens super. Wahrscheinlich werden wir jetzt häufiger Camping- als Stellplätze anfahren. Zuminest, wenn es solche mit so tollen Spielplätzen sind. Marieke spielte das erste Mal im Sandkasten und rutschte gemeinsam mit Mama. Ohhhhhhh.

DSC_0768

Tag 3: Würzburg -> Ingolstadt -> München

Über Würzburg ging es dann nach Ingolstadt, wo wir Audi einen kurzen Besuch abstatteten. (Papa Sebastian hatte da eine Idee, war aber nichts). Die Anreise hat etwas länger gedauert, da wir uns eine unfallbedingte Vollsperrung aus zweiter Reihe anschauen durften. Bei Regen ist 80. Stand da. Das, was wir da sahen, sah schneller aus: 3er BMW und ein Pritschenwagen. Nicht so schön.

In München besuchten wir dann Dennis, Alfrun und Lena, die uns mit einem fulminanten Grillmahl überraschten. Super lecker! Mr. Entrecote himself! Toll, dass Marieke auch diverse leckere Sachen vom Grillbüffet probieren wollte und wir uns den Abendbrei an diesem Tag sparen konnten. Wir sind allerdings recht spät angekommen, so dass Mieke-Bett-Bring-Zeit war und demzufolge der Klönschnack etwas kurz kam.

Also spontane Planänderung (wozu haben wir den ein Womo?): Anstelle eines frühen Aufbruchs am Morgen sollte es noch ein leckeres Frückstück mit den Krügers geben. Papa sollte die Brötchen holen -> Morgenmuffel-Määnn.

Tag 4: München -> Leutkirch (eigentlich Bodensee)

Wir haben dann Mittwoch erstmal einen Spieltag in Haus und Garten eingelegt. Genächtigt wurde vor dem Haus, Papa lief durch München Pasing einen Bäcker suchen und so frühstückten wir erstmal bis zwölf oder so. Alfrun, Lena, Janina und Marieke gingen im Anschluss spaziere. Dennis und Sebastian haben die Auszeit genutzt um ein bisschen Buisness-Klön-Schnack (Unternehmer unter sich halt) zu machen. Anmerkung an die Kollegen: nein, das war keine Arbeit. Rly!

Dann ging es noch mal Shoppen (Papa im Einkaufszentrum Pasing Arkaden oder so. Das ist ja seine persönliche Vorhölle – und ja, die sehen alle wirklich gleich aus!) und Sushi Essen, bevor es dann zur Abreise ging. Es war richtig schön bei den Dreien! Danke, dass wir vorbei kommen durften! Hier kommen wir gerne wieder hin.

DSC_0780

Dennis half uns dann noch mit der Reparatur einer kaputten Leitersprosse und dann ging es wirklich weiter. Es war wieder schon etwas später, aber wir kamen gerade noch so im Hellen in Leutkirch an.

Tag 5: Leutkirch -> Lindau (wirklich Bodensee)

Über Leutkirch im Allgäu gibt es nicht so viel zu schreiben, außer: Wir müssen da wohl nochmal hinfahren. Überhaupt ins Allgäu. Das scheint eine sehr schöne Region zu sein.

Unser Stellplatz in der Nähe des Freibads war sehr schön gelegen und ruhig, wir sind den nächsten Tag (Donnerstag) erstmal gemächlich angegangen. In Leutkirch selber haben wir die Zeit für Besorgungen genutzt. Es gibt hier wirklich nette Menschen, wir haben uns überall gut beraten und bedient gefühlt. Am Nachmittag ging es dann weiter ins Nahe gelegene Lindau.

Unser letzter Halt in Deutschland. Von nun an gehts über Österreich und Schweiz nach Italien!