Schlafen im Reich der Riesen – Jotunheim

Aufmerksame Thor Gucker oder Menschen, die sich die nordischen Sagen reingezogen haben, hörten bestimmt schon mal davon: Jotunheim, die Heimat der Riesen.

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Vormittags planschten wir noch in kristallklarem Wasser bei knappen 30 Grad in einem Ausläufer des Sogne Fjords und dachten uns: Auf, Auf! Richtung Schweden, die Panormastraße 55 will befahren werden!

Beim Wechsel vom Fjord zum Fjell gab es – wie fast immer – eine mit Spitzkehren und starken Steigungen versehene Straße (innerhalb von IHMO 12 km von 11m NN auf 1300m NN), kennt man, ja. Loift.

 

Und dann das:

 

der Nationalpark JØTUNHEIMEN!

Die Heimat der Riesen.

Wenn man hier ist, versteht man auch, wieso dieser Ort diesen Namen trägt. Wir befinden uns auf knapp 1300m Höhe mit Blick auf einem mehrere Gletscher, die Ebene davor lässt sich wunderbar bewandern und beknippsen (Papa hat mal 135 Fotos gemacht).

 

Und weil es hier so schön eindrucksvoll ist, nächtigen wir einfach bei diesem Anblick. Ein Traum 🙂 Die Bilder geben diese wunderbare Fjell Aussicht kaum wieder.

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Wenn wir einen Riesen treffen, werden wir natürlich freundlich Grüßen!

 

P.S.: an den Strand am Anfang dieses Beitrags haben wir die Nacht von gestern auf heute verbracht – ein Hoch auf das Freistehen! 🙂

Womo Fahrer, wie man sie nicht mag.

Ein kleiner Rant aus Hardanger 😉

Wir stellen uns ja zwischen zeitlich die Frage, warum wir auf unserer Reise ab und an Womo-Verboten-Schilder vorfinden, obwohl die Destinationen sehr passig und auch leer waren.

Denn: alle Wohnmobil Fahrer, die wir bisher getroffen haben, verhielten sich immer vorbildlich, zurückhaltend und sauber. Oft wurde auch so geparkt, dass man Sie kaum wahr nahm, jedenfalls beim Freistehen (=Nächtigen ohne Campingplatz).

Offensichtlich gibts aber auch eine andere Art. Und diese ärgert wirklich. Hier die Geschichte dazu:

Wir waren an einer Entsorgungsstation in Kinsarvik. Pulup.de-Papa entleerte gerade den Haufen-Tank und befüllte anschliessend das Frischwasser, als eine Familie (3 Personen habe ich gezählt) ankam.

Direkt zu mir rüber kommend:

Fahrer: “Brauchen Sie noch lange?”

Ich: “Nein. kurz Frischwasser voll machen und dann fahre ich rüber zum Abwasser”

Fahrer: “Alles klar”

<die Fahren zum Abwasser, plätschert aber noch nicht>

Tank meldet voll. Ich rufe: “Bin fertig. wenn Sie wollen, können Sie jetzt.”

<wir tauschen die Plätze>

Pulup.de-Papa macht den Abwasserhahn auf, lässt laufen. Dauert ja immer etwas.

Fahrer: “Brauchen Sie noch lange?”

Ich: “Sie sehen es doch laufen? Das dauert ja immer ein bischen, einen vollen Tank leer zu machen.”

<3 Minuten später>

“Brauchen Sie noch lange?”

<Uiuiui, die haben es wohl sehr eilig>

“Ein bischen wirds wohl noch dauern…”

<Fahren ab>

<5 Minuten später alles fertig>

 

Bis jetzt könnte man ja meinen, dass die etwas in Zeitnot waren. Passiert, ist halt so, hätte die auch gerne vorgelassen, wenn Sie was gesagt hätten.

Aber was gar nicht ging, war das darauf Folgende: wir benötigten noch Wanderinfos für die Hardangervidda und sind deshalb zur Touri-Info gedüst, natürlich kein Parkplatz unserer Größe frei, aber der Hafen gegenüber, da kehrt man doch rasch ein!

Wenn treffen wir da? Eben diese Familie, die ihr Abwasser einfach auf einer Schräge im Hafen ablässt! Das miefige Rinnsal strömt direkt durch eine Passantenmenge in den Fjord laufen. Sehr lecker.

Nein! So nicht!

 

Der Prediktstuhl – Preikestolen

Huch! Da haben wir doch glatt keine Bilder zum Preikestolen hoch geladen. Das müssen wir natürlich rasch nachholen 🙂

Aber zu aller erst: was ist den der Preikestolen? Der Preikestolen oder Prediktstuhl ist ein natürlicher Felsvorsprung im Lysefjord in ca 600 Metern Höhe. Die Felskante fällt quasi senkrecht bis ins Wasser runter.

Der Vorsprung ist ca 25 x 25 Meter groß, so dass man da super drauf Picknicken kann (was wir natürlich taten), allerdings kommen vor der Rast gut eineinhalb bis zwei Stunden Aufstieg.

Landschaftlich ist das ganze sehr schön – und für unsere bisherigen norwegischen Verhältnisse auch sehr gut ausgebaut (es gibt Wege, nicht nur rot bemalte Steine in der Landschaft!). Festes Schuhwerk ist aber Pflicht, man geht von 300 auf 600 Höhenmeter über Geröll und so.

Also kurz die kleine Dame des Hauses auf den Rücken geschnallt und hoch gewandert:

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Ein Stilleben des Packesels Tochterträgers über dem Lysefjord 🙂

 

 

Der Weg ist gut in Schuss:

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Die Landschaft – mal wieder – großartig:

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Hier die Mama beim Runtergucken:

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Und hier der Papa:

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Und das obligatorische Familienbild 🙂

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Richtig schön war auch, dass dort oben eine Paar Hochzeitsfotos gemacht hat. Ja, die sind auch hoch gewandert:

 

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Liebe Oma, ab jetzt bitte nicht hinschauen!

 

Achja, und so sieht der Preikestolen übrigens von der Seite aus:

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Von Rjukan bis zum Preikestolen

Wir treiben uns immer noch im südlichen Norwegen rum. Aktuell  Vor ein paar Tagen sind waren wir in Jørpeland in der Nähe des Preikestolen, den wir gestern bestiegen haben. Der Preikestolen ist ein ca 600 Meter hoher Felsvorsprung im Lysefjord und einer der Hauptattraktionen hier oben 🙂
Unsere Route ging bisher von Valle über Møndal, Sjøssanden, Kvavik, Flekkefjord, Sele, Stavanger und Ereviksbadet, wir sind also wieder einen kleinen südlichen Schlenker gefahren, bevor es jetzt Richtung Bergen geht.
Sjøssanden ist ein 900 Meter langer Sandstrand in Puderzuckerqualität. In Kvavik gibt es diese Stelle quasi mit etwas gröberen Sand noch mal, dafür erhält man eine schöne Flussmündung dazu. Hier haben wir dann auch frei genächtigt und am Stand gefrühstückt.

 

Die Reise folgte weitestgehend dem Riksvej 44, eine unglaublich geile Panorama Straße. Es ging über steile Berge, schöne Strände, bombastische Seen – und – wir hatten den Fotoapparat nicht geladen 🙁

 

Aber: während unserer Route ist uns ein Symbol aufgefallen: es gleicht etwas dem “Blumen-Symbol” für Sehenswürdigkeiten, ist aber noch um ein auf der Ecke liegendes Quadrat ergänzt. Nach etwas Recherche kam heraus, dass dieses die schönsten Aussichtsstrassen Norwegens sind. Und es gibt einige davon – die werden wir wohl nun häufiger nutzen 😉

 

Die Region um Sele / Stavanger ist ähnlich der Nordsee Küste Niedersachsens, allerdings sehr fischreich. Wir hatten absolutes Glück bei der Stellplatzwahl und parkten quasi direkt am Meer, rechts, links, vorne: nur Wasser. Wunderbar. Abends besuchte uns ein älterer Norweger, der fragte, ob alles in Ordnung sei und uns dieser Landstriche gefalle.

 

Er kam direkt aus einem Bootshäuschen herüber, wo eine – wie wir dann erfahren haben – Familienfeier stattfand und erzählte uns noch etwas über die Region und Norwegen allgemein. Sehr nett, wie die meisten Menschen, die wir so bisher traffen.

 

Stavanger selbst fanden wir nicht so beeindrucken, zwar eine nette kleine Shopping Innenstand, aber als wir angekommen sind, haben zwei Kreuzfahrtschiffe (was von AIDA und was von der TUI) ihre Menschenladungen in die Stadt “ergossen”. Es war also einfach voll. Viel zu voll.

 

Dieses Land ist einfach großartig. Unglaublich nette Menschen und die beeindruckenste Natur, die wir bisher in unserem Leben gesehen haben. Steile klippen, die spontan im Meer enden, tiefe Täler, hervorschiessende Wasserfälle und unglaublich viele Badeseen und -stellen.

 

Das lässt wenig Zeit zum Bloggen, aber wir haben uns vorgenommen, die einzelnen Stationen nach zu reichen. Was wir aber bisher festhalten können: Norwegen ist für uns das “bessere” Reiseziel als die Route in Südfrankreich. Viel ruhiger, viel gechillter und deutlich eindrucksvoller, auch wenn Südfrankreich seine Reize hatte 😉

P.S. Einige dieser Bilder sind übrigens unsere morgendliche Hallo-Wach-Aussicht gewesen – dem Frei Stehen sei Dank :-))

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Norwegen: von Landfallhytta nach Rjukan

05.07.2014

Nach unserem all-wöchentlichen Donnerwetter haben wir gestern und heute einige schöne Erlebnisse in Norge gehabt. Wir haben die Nacht frei in Landfallhytta am Badesee verbracht, wo Esther und Dennis ihre Reise weiter ohne uns fortsetzten.

Leider war auf der Wiese das Campen verboten, so dass beide ihr Zelt nicht aufschlagen konnten. Ein paar polnische Jugendliche ignorierten dieses Verbot einfach und nächtigten recht angenehm. Der in der Nacht auftauchende “Offizielle” brummelte mir gegenüber nur was, dass niemand was kaputt machen und alles sauber hinterlassen werden soll, sonst ist’s ihm egal.

Die WC-Anlagen waren super und der Platz an sich war toll. Nach aufgebackenen Brötchen gab es eine schöne Runde im herrlichen klaren Wasser des Sees, bevor wir Richtung Heddalskyrka aufbrachen.

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 Heddal – eine der größten originalen Stabkirchen

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Heddal ist die größte noch erhaltene Stabkirche Norwegens und wohl so was wie ein Touristenmagnet.  Stabkirchen sind Kirchen, die komplett aus Holz gebaut wurden. Die Bauweise hat im Inneren hölzerne Säulen (Stäbe), die dem Ganzen Stabilität verleihen. Diese Kirche ist knapp über 800 Jahre alt und reichhaltig verziehrt. Unter anderem ist dort auch ein ebenso alter Stuhl noch im Orginal(!) vorhanden:

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Wir hatten das Glück, direkt anzukommen, als eine Trauung beendet war. Ein Traum! Solch hübsche Trachten! Wir haben von der Hochzeitsgesellschaft ein paar Fotos aus der Distanz gemacht, wollten aber nicht stören, so dass wir mit Marieke auf der angrenzenden Friedhofsmauer gespielt haben. Eine kleine wagemutige Dame:

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Nachdem der größte Tross in einem wundervoll restaurierten Lancia Coupe von ca. 1960 abgezogen ist, konnten wir die Pracht der Kirche geniessen. Im Zuge der Evangelisierung Norwegens sind die ganzen Katholischen Utensilien abhanden gekommen. Einzig ein Weihrauchgefäss blieb noch erhalten. Alles andere wurde durch die schnörkelloseren reformierten Varianten ersetzt.

 

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Gegen 17:00h war dann Aufbruch angesagt und auf Janinas Vorschlag hin fuhren wir von Heddal nach Rjukan, allerdings nicht über die E184, sondern über eine Strasse ohne Namen. Ein absolutes Highlight! Was für eine Landschaft!

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Die 50 km Strecke führt über 1200 Höhenmeter hoch und wieder runter auf eine Passstrasse des Berges Gaustatoppen entlang des Flusses Møya. Es fängt mit gemütlichen Wäldern an, die Bäume werden dann kleiner, plötzlich ab 1000 Höhenmetern keine Vegetation mehr, ausser Farne und Moose, herrliche Bergseen, Schnee auf den Gebirgszügen uiuiuiu.

 

Auf der Abfahrt vom Pass haben wir zwei Backpacker aufgesammelt, die im strömenden Regen den Berg hinabwanderten. Die beiden, Anton und Inez aus Paris, nahen wir dann noch mit bis zum Touri-Zentrum von Rjukan. Bon Voyage, ihr beiden! Damit war dann auch die gute Tat für den Tag erledigt. ^^

Oslo, Oslo, Oslo

Hej

wir sind jetzt seit drei Tagen in Oslo, eine schöne Stadt.  Kaum zu glauben, dass Sie so wenig Einwohner wie Hannover hat. Die Infrastruktur ist recht stattlich hier 🙂

 

Wir nutzten die Oslo Card um diverse Museen und den Public Transport zu nutzen. Lohnt sich. Jetzt gerade stehen wir an der Hollmenkollen Ski Sprungschanze an. Details gibts dann später in einem nächsten Beitrag. 🙂

 

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Auf nach Norge

Gestern haben wir in Hirtshals auf einem Campingplatz übernachtet  und sind dort auf unsere neuen Mitreisenden Esther und Dennis gestoßen, die uns im Zelt eine Weile auf unsrer Reise begleiten werden.  Gemeinsam haben wir schön gegrillt und natürlich Deutschland – Algerien gesehen. Wir waren anscheinend einige der wenigen, die den Sender gefunden haben, denn im Laufe des Spiels bildete sich eine kleine Fangemeinde um unser Womo herum – alle wollten mitgucken 🙂

Wir befinden uns nun mit Fjord Lines auf dem Weg ins hoffentlich schöne Norwegen. Mit Mieki klappt alles spitze auf der Fähre – nicht mal das frühere Aufstehen heute morgen auf dem Campingplatz hat sie uns übel genommen 😉

Eben gabs für die kleine eine Runde Bällebad, jetzt wird erstmal auf Papas Rücken ein Mittagsschläfchen gehalten: hapüüü….

(Fotos reichen wir nach, da das Fähren–Wifi dies momentan nicht erlaubt)