Was nehmen wir mit?

Lange Reise mit Kind. Was nimmt man den da mit?

Eigentlich könnte es so einfach sein: großes Wohnmobil, drei Personen, viel Stauraum: wir nehmen einfach alles mit, was uns nützlich erscheint.

Tja, wenn es so einfach wäre. Wir sind nämlich glückliche neumodische Führerscheinbesitzer und bei uns ist mit 3,5 Tonnen Gesamtgewicht Schluß.

Nun denkt man sich ja, heeej, laut Datenblatt haben wir 650kg Zuladung. Das Nötigste reingepackt, also alles, was für ein verlängertes Wochenende reicht, schnell zum ADAC in Döhren (Anderten hat keine(!) Wage mehr) und zack: mit ein  bischen Wasser, Diesel und Gas sind da schon 3200kg auf der Wage.

 

Also noch 300kg für:

  • Babyglässchen!
  • Fahrräder: zwei.
  • Kinderwagen & Fahrradanhänger
  • Unsere Kleidung: Wir wollen immer so eine Woche ohne Waschmaschine überleben können.
  • Mariekes Kleidung: genauer: alle Größen, die in zwei Monaten anstehen könnten. Das ist so in etwa das Doppelte von dem, was wir Eltern an Kleidungsmaterial dabei haben. Aber ist ja alles leicht :-))
  • Janina und Marieke: die wichtigste “Ladung”!

Das wird ganz schön knapp.

Ein paar Gewichtseinsparungsideen:

  • Camping Geschirr aus Melanin (eins, zwei Kilo)
  • Alu Töpfe (eins, zwei Kilo)
  • So wenig Glas wie geht (viiieel!)
  • Kindle eBook Reader anstelle Bücher (auch einige Kilos!)
  • Zwiebel-Kleidungs-System (nur, wenn man halt auch so rumlafen will)
  • Nur den Croozer als KiWa Ersatz mitnehmen (sind 15kg weniger)

Auf mein Notwerkzeugsset mit den paar Materialien (Sikaflex, Panzertape, paar Schrauben, usw) will ich eigentlich nicht verzichten. Aber im Zweifel ist es dran.

Technik nehmen wir ja auch nur das Minimalsetup mit. Desto weniger werthaltiges mitkommt, desto weniger kann gestohlen werden.

Mal sehen, was uns da noch einfällt.

 

Was haben wir vor?

Reise, Reise, jeder tut’s auf seine Weise…

Zwei Monate, die gefüllt werden wollen; gefüllt mit Eindrücken, Orten und einer Menge Spaß. Was macht man denn da am besten? Minutiös durchplanen? Einfach treiben lassen? Irgendwas dazwischen?

Wer uns ein bisschen kennt, weiß, dass wir eher weniger als mehr planen (jedenfalls, was Freizeitgestaltung angeht ;)) und Freude am Improvisieren haben. Aber auf so einer Reise – gerade mit der Lütten – sind ein paar Grobplanungen sicherlich nicht ganz verkehrt.

Die Wahl des Reisemittels:

Hotelanlagen waren eigentlich nie unseres. Gecampt haben wir “klassisch” noch nie zusammen (jeder einzeln natürlich häufiger). Acht Wochen in irgendwelchen Hotels rumhängen oder zwischen zwei, drei Zielen reisen und da jeweils ein paar Wochen entspannen?

Bisher waren idyllisch gelegene Ferienhäuser immer unseres, aber schon wieder das Übliche? Elternzeit ist doch die Chance!

Hmmmm. Eigentlich ist doch ganz Europa so schön. Und mit unserem kleinen Wusel ist pünktlich sein (Flüge, Check-Ins *grusel*) ja noch schwieriger. Nein. Wir brauchen etwas flexibleres, etwas, das sich nach uns richtet.

Und unabhängig sollte es sein. Und cool. Halt wie Backpacken mit dem Zelt, nur mit Kind. Wohnwagen? Dauercamper-Pfui!

Wir wollten doch schon immer mal mit einem Bully auf Reisen gehen! (Das Ergebnis findet sich in diesem Post) – Unabhängigkeit, alles Notwendige da, Freiheit und ein Spritzer verwegene Coolness 😉 … aber offensichtlich sind wir ja doch Spießer 😉

Aber das Medium stand fest: ein C-a-m-p-e-r!

Die Route – über 8.000 km 

Lange haben wir gequatscht, überlegt, geändert, verlängert, gekürzt. Und es hat uns zu folgendem Plan gebracht:

Der Süden:

Abschnitt 1: Freunde besuchen in Deutschland

Abschnitt 2: Norditalien, Provence und die Côte d’Azur

Abschnitt 3: Bretagne und Normandie

Der Norden:

Abschnitt 1: Transit Dänemark

Abschnitt 2: Süd-Norwegen

Abschnitt 3: Svealand in Schweden

 

Das ist eigentlich ganz schön viel für acht Wochen, Familie will ja auch mal chillen. Deshalb ist das ja “nur” unser Grobplan. Wir wollen quasi jeden Tag unsere weiteren Schritte und Strecken überdenken und in den Tag hineinleben. Wenns schön ist, bleiben wir, wenn nicht, gehts halt weiter.

Fixpunkte sind bei uns lediglich, dass wir so lange an der Côte und in der Provence sind, bis die Touristenströme zur Hauptreisezeit einsetzen, dann gehts ins Landesinnere. Im zweiten Teil der Reise sind wir dann relativ früh in Norwegen – wir haben nämlich schon ein Fährticket geschossen ;-))

Die anderen Reise-Stopps machen wir dann nach Lust und Bedarf.

Mal schauen, ob es klappt und wie weit wir kommen.

Natürlich werden wir berichten!

 

 

 

Wer sind wir?

Wir sind eine kleine feine Familie, bestehen aus Papa Sebastian (fast 32), Mama Janina (28) und Zwergenmädchen Marieke (fast 10 Monate und “schon” über 70 cm groß). Mit diesem Blog und dieser Reise wagen wir ein Experiment, denn noch nie zuvor haben wir zwei Monate zusammen gehockt und das auch noch reisend in einem kleinen Mobilheim !

Sebsatians Stärken sind die Beschaffung von allerhand Technik-Gedöns rund um das Wohnmobil sowie das Fahren des Womos selbst – und das ohne Rückfahrkamera.

Camping mit Kind und Kegel!

Un-glaub-lich.

Da ziehen wir das doch tatsächlich durch! Wenn ich uns kurz vorstellen darf: “Wir” sind die kleine Familie Horzela, namentlich Janina (28), Sebastian (32) und Marieke (10 Monate) aus dem wunderschönen Hannover.

Und was ziehen wir durch? Mit dem Camper Elterzeit. Zwei Monate. Einfach so, Europa gucken. Ohne Camper-Erfahrung. Ohne Erfahrung im Umgang mit Kindern, aber mit riesen Lust auf Abenteuer.

Das haben sicherlich schon einige vor uns gemacht. Aber es gibt vielleicht doch das ein oder andere, dass es bei uns besonders macht: zu aller erst: Janina, gerade im Endspurt ihres Masters (die Arbeit wird fertig!!1elf!), Marieke, eher ein Baby der “lauteren” Sorte, und ich, Sebastian – Unternehmer, Chef eines Open Source Dienstleisters (IT und so ;)) mit 16 Mitarbeitern im wunderschönen Hannover.

In diesem kleinen Blog wollen wir gnadenlos ungeschönt berichten, welche Erfahrungen wir auf unserem Weg gemacht haben und machen werden. Dabei wird hier nicht nur ein schnödes Reiseblog gepflegt, sondern wir nehmen uns vor, möglichst viel darüber zu berichten: Was ist notwendig,  um mit einem kleinen Baby zu vereisen, wie geht das mit dem Master voran und wie geht das, dass die Company ohne einen läuft.